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Übermorgen beginnen in Cannes die 65. Internationalen Filmfestspiele. Vor einem Jahr hatte der Dänische Regisseur Lars von Trier einen Skandal provoziert. Das hatte nichts mit seinem Film "Melancholia" zu tun, sondern mit den verbalen Ausrutschern von Triers bei der Pressekonferenz nach der Uraufführung des Films. Da zeigte der exzentrische Filmemacher zuerst sein Faust-Tattoo mit der Aufschrift "Fuck" in die Runde, beleidigte dann sein Hauptdarsteller Kirsten Dunst, um anschließend zu verkünden: "Ich bin ein Nazi!" Obwohl sich Lars von Trier für den Faux pas umgehend entschuldigte, wurde er vom Festival zur "Persona non grata" erklärt und brachte sich damit um die sichere "Goldene Palme" für "Melancholia". Dieser Tage ist der Film auf DVD und Blu Ray erschienen.
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Mit Großproduktionen wie "Cleopatra" und "Das war der Wilde Westen" hatten sich die großen Hollywood-Studios in den 1960er Jahren ins Aus manövriert. Das neue Medium Fernsehen hatte dem Kino den Glamour und den Alleinvertretungsanspruch genommen. In der Branche herrschte Ratlosigkeit. Angeregt von europäischen Entwicklungen wie der "Nouvelle Vague" in Frankreich oder dem "Jungen deutschen Film" machte sich auch in den USA eine junge Generation auf dem Weg zu einem neuen filmischen Ausdruck - mit großem Erfolg. Filme wie "Easy Rider" oder "Harald & Mode" etablierten ein "New Hollywood". Einer der Wegbereiter und wichtigsten Vertreter war der Regisseur Monte Hellman, der unter anderem Jack Nicholson entdeckt hat. Seine beiden wichtigsten Filme "Ride in the whirlwind" und "The shooting" sind jetzt in einer 2-Disc-Edition von "Pierrot le fou" veröffentlicht worden.
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Aus kleinsten Anfängen entwickelte ist seit 1982 das "Internationale Trickfilmfestival Stuttgart" zur weltweit wichtigsten Veranstaltung dieser Art. Morgen beginnt das "Trickfilmfestival 2012". Bis zum Wochenende werden über 1000 Filme zu sehen sein. Nicht nur beim Festival selbst, sondern auch bei der begleitenden Fachkonferenz für "Animation, Effects, Games and Transmedia, FMX" werden prominente Gäste aus dem In-und Ausland erwartet. Der diesjährige "Oscar"-Gewinner Rob Legato wird zum Beispiel sein visuelles Konzept zu "Hugo Cabret" erläutern. Hollywood-Legende Douglas Trumbull hält einen Vortrag über "Cinema of the future is comming soon". Trumbull entwickelte unter Anderem die Spezialeffekte zu "2001 - Odyssee im Weltraum¿, "Star Trek¿ und "Blade Runner¿. Wem es in den nächsten Tagen nicht nach Stuttgart reicht, braucht nicht traurig zu sein. Für ihn gibt es die DVD-Reihe "Best of Animation", die bei Absolut Medien erschienen ist. Rechtzeitig zum diesjährigen Trickfilmfestival ist die sechste DVD mit den besten Filmen des "Internationalen Trickfilm-Festival 2011" veröffentlicht worden.
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Um 1970 sorgte der "Junge deutsche Film" für eine nachhaltige Veränderung der deutschen Filmlandschaft, die bis heute spürbar ist. Nicht alle Pioniere von damals, konnten ihre Karriere auf Dauer fortsetzen, die hoffnungsvoll und reich an Meriten begann. Dazu gehört Peter Fleischmann (Jahrgang 1937). Für zwei Jahrzehnte einer der Hoffnungsträger des bundesdeutschen Films. Versiert auf internationalem Parkett, er drehte mit Stars der europäischen Filmszene, war Fleischmann einer der ersten westdeutschen Filmemacher war, die eine Ko-Produktion mit russischen Partnern wagten. Kurz vor dem Untergang der Sowjetunion drehte Fleischmann "Es ist nicht leicht ein Gott zu sein". Das aufwendige Werk floppte an den Kinokassen und stoppte Fleischmanns weitere Karriere. Erst 2006 gelang Fleischmann mit dem ungewöhnlichen Dokumentarfilm "Mein Freund der Mörder" eine Art Comeback. Dieser Film ist ebenso wie drei seiner wichtigsten Arbeiten aus den 1970er und 1980er Jahren jetzt auf DVD erschienen.
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Eine alltägliche Erfahrung am Kühlregal eines Supermarktes: vorne stehen Milchtüten, deren Verfalldatum demnächst erreicht ist. Weiter hinten findet der Verbraucher Milch, die erst in 14 Tagen abläuft. Natürlich kommt die in den Einkaufswagen. Anderes Beispiel: wir nehmen in der Obstabteilung nicht den Apfel mit Druckstellen, sondern den Makellosen. So kommt es, das Lebensmittel, die nah am Verfallsdatum oder von Natur aus nicht perfekt sind, auf dem Müll landen. Obwohl sie absolut essbar wären. Es kommt vor, dass zu viel Brot eingekauft wurde; nach ein paar Tagen wandert der mehr oder weniger große Rest in den Müll, bestenfalls in die Grüne Tonne oder auf den Kompost: "Wir werfen ebenso viele Lebensmittel weg wie wir essen. Laut Welternährungsorganisation der UNO landet weltweit ein Drittel aller Lebensmittel im Müll!" Wer ist an dieser Fehlentwicklung schuld? Das fragt Valentin Thurn in seinem Dokumentarfilm "Taste the waste", der bei seinem Kinostart im letzten Herbst für Aufsehen sorgte. Der mehrfach ausgezeichnete Film (Umwelt-Medienpreis 2011) ist jetzt auf DVD (und Blu-ray) erschienen. Das Buch zum Film "Die Essensvernichter" ist im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen.